Wer bei Wind, Regen oder wechselhaftem Wetter draussen arbeitet, braucht eine Jacke, die mehr leistet als handelsübliche Freizeitkleidung. Wetterschutzjacken für den gewerblichen Einsatz kombinieren wasserdichte oder wasserabweisende Materialien mit Atmungsaktivität und robusten Schnitten – das unterscheidet sie von reinen Outdoor-Jacken. Das Sortiment bei genxtreme.ch umfasst Modelle von FORSBERG, PFANNER®, PROTOS®, Kübler und Blaklä der – von der leichten Allwetterjacke bis zur vollwetterfesten Forstjacke mit SympaTex®-Membran.
Was eine Wetterschutzjacke im Berufsalltag leisten muss
Wetterschutzjacken für Handwerk, Bau, Forst und Logistik stehen vor anderen Anforderungen als Freizeitjacken: Sie müssen Dauerbelastung standhalten, Bewegungsfreiheit bei körperlicher Arbeit bieten und dabei den Witterungsschutz langfristig behalten. Entscheidend sind Materialaufbau, Membrantechnik und Konstruktion.
Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität – das Dreieck der Schutzfunktionen
Wasserdichtigkeit entsteht entweder durch eine einlaminierte Membran (z. B. SympaTex®) oder durch eine wasserdichte Beschichtung des Oberstoffs. Membranen gelten als dauerhafter, weil die Schutzfunktion nicht oberflächlich sitzt und bei mechanischer Belastung nicht so schnell nachlässt.
Winddichtigkeit schützt vor Auskühlung durch Konvektion – besonders bei körperlicher Arbeit, wenn die Kerntemperatur abfällt und kalter Fahrtwind dazukommt. Viele Allwetterjacken im Sortiment erfüllen beides: Sie sperren Wind aus, lassen aber den Wasserdampf der körpereigenen Ausdünstung nach aussen.
Atmungsaktivität beschreibt, wie effektiv ein Gewebe oder eine Membran diesen Wasserdampf ableitet. In der Praxis zeigt sich das beim Klimakomfort während körperlicher Arbeit: Eine Jacke mit guter Feuchtigkeitsregulierung verhindert, dass Schweiss sich auf der Haut staut und der Träger auskühlt.
2-Lagen vs. 3-Lagen-Konstruktion: Was ist der Unterschied?
Bei 2-Lagen-Jacken ist die Membran auf das Obermaterial aufkaschiert; ein separates Innenfutter schützt die Membran mechanisch. Diese Bauweise ist robuster bei Abrieb und oft schwerer. 3-Lagen-Konstruktionen verbinden Oberstoff, Membran und Innenmaterial in einem einzigen Laminat. Das Ergebnis: weniger Eigengewicht, flachere Nähte, höhere Atmungsaktivität – aber auch höhere Fertigungskosten.
Für schwere körperliche Arbeit und den Forstbereich sind 2-Lagen-Jacken häufig die robustere Wahl. Für Aussendienstberufe oder Logistik, wo Gewicht und Packmaß zählen, können 3-Lagen-Modelle sinnvoller sein.
DWR-Ausrüstung: Was steckt hinter der wasserabweisenden Imprägnierung?
DWR steht für Durable Water Repellent – eine fluorchemische oder fluorfreie Veredelung des Oberstoffs, die Wassertropfen abperlen lässt. DWR ist keine Wasserdichtigkeitsmembran, sondern eine Ergänzung: Sie verhindert, dass das Obermaterial vollsaugt (das sogenannte „Wetting-out"), was die Atmungsaktivität der Membran sonst erheblich verringern würde. DWR-Ausrüstungen lassen sich durch Waschen und Tumblertrocknung reaktivieren; nach mehreren Saisons kann eine Nach-Imprägnierung mit geeignetem Pflegeprodukt sinnvoll sein.
Forstjacken: Anforderungen über den Wetterschutz hinaus
Wer im Wald und mit Motorsäge arbeitet, braucht mehr als eine wetterfeste Jacke. Je nach Aufgabe und nationaler Regelung kann Schnittschutzbekleidung nach EN ISO 11393 erforderlich sein – diese Norm (die EN 381 abgelöst hat) definiert Schutzklassen für Beinlinge, Hosen und Oberkörperschutz gegen Kettensägen. In der Schweiz gilt die Pflicht zur Schutzausrüstung bei professioneller Waldarbeit; Arbeitgeber sind nach VUV (Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten) verpflichtet, geeignete PSA bereitzustellen. Forstjacken ohne Schnittschutzklasse bieten reinen Wetterschutz – für Sägearbeiten reicht das nicht.
Das Sortiment im Überblick
Leichte Allwetterjacken und Funktionsjacken
FORSBERG Vatten Allwetterjacke
Die FORSBERG Vatten Allwetterjacke ist eine leichte Allwetterjacke für variable Wetterbedingungen. FORSBERG ist die eingetragene Marke der PPE Stores GmbH für Workwear und Forstbekleidung; die Jacke gehört zum Kernsortiment für Aussenberufe.
FORSBERG Skogar Allwetterjacke
Die FORSBERG Skogar Allwetterjacke bietet erhöhten Wetterschutz und ist auf Aussenarbeit bei wechselhaftem Wetter ausgelegt.
FORSBERG Kamrat II Funktionsjacke
Die FORSBERG Kamrat II Funktionsjacke ist eine funktionale Arbeitsjacke mit Fokus auf Bewegungsfreiheit und Witterungsschutz für den täglichen Einsatz.
FORSBERG Petrusk Funktionsjacke
Die FORSBERG Petrusk Funktionsjacke ergänzt das Funktionsjacken-Sortiment für Berufe mit hohem Aussenanteil.
FORSBERG Sikkar funktionelle Fleecejacke
Die FORSBERG Sikkar funktionelle Fleecejacke ist als Midlayer konzipiert und lässt sich mit einer Wetterschutzjacke kombinieren oder als eigenständige Oberschicht bei trockenem, kühlem Wetter tragen.
Forstjacken und Wetterschutz für den Wald
FORSBERG Forst Strickjacke mit Verstärkungen
Die FORSBERG Forst Strickjacke mit Verstärkungen verbindet Stretchkomfort mit mechanisch belastbaren Verstärkungszonen – DuraMotion bezeichnet bei FORSBERG verstärkte Materialpartien, etwa an Schultern oder Ellbogen, die Abrieb und Zugbelastung standhalten.
PFANNER® Forest Light Jacke
Die PFANNER® Forest Light Jacke ist eine leichtgewichtige Forstjacke für Einsätze, bei denen Gewicht und Beweglichkeit Vorrang haben.
PFANNER® KlimaAir® Forstjacke
Die PFANNER® KlimaAir® Forstjacke setzt auf das PFANNER®-eigene KlimaAir®-Belüftungssystem, das aktive Luftzirkulation im Rücken- und Brustbereich ermöglicht. Dieses System ist besonders für körperlich intensive Forstarbeit ausgelegt, bei der die Wärmeentwicklung hoch ist.
PFANNER® Ventilation Jacke
Die PFANNER® Ventilation Jacke nutzt das Stretch-AIR-Gewebe für Bewegungsfreiheit und lange Belüftungsreissverschlüsse unter den Achseln für aktive Klimatisierung. Das Obermaterial ist wasser- und schmutzabweisend ausgerüstet.
PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke
Die PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke integriert eine SympaTex®-Membran – ein einlaminiertes Hydrophilmembran-System für dauerhafte Wasserdichtigkeit bei gleichzeitiger Atmungsaktivität. SympaTex® gilt als eine der etablierten Membrantechnologien im professionellen Bereich.
Kübler Forst Ultrashell Jacke
Die Kübler Forst Ultrashell Jacke ist ein Forstmodell aus dem Kübler-Sortiment für den gewerblichen Einsatz im Wald.
Isolierte Jacken und Midlayer
FORSBERG Skredder wattierte Jacke
Die FORSBERG Skredder wattierte Jacke bietet Wärmeisolation durch Wattierung und ist als wärmedämmende Zwischenschicht oder alleinige Oberjacke bei kühlen bis kalten Bedingungen einsetzbar.
FORSBERG Snygge wattierte Jacke
Die FORSBERG Snygge wattierte Jacke ergänzt das isolierte Sortiment als kompaktere wattierte Option.
PROTOS® Inuit Strickjacke mit Softshell
Die PROTOS® Inuit Strickjacke mit Softshell kombiniert ein fleeceähnliches, aufgerautes Innenfutter aus 100 % Polyester mit einer Softshell-Aussenseite. Softshell bezeichnet ein elastisches, wind- und wasserabweisendes Gewebe ohne einlaminierte Membran – es bietet hohen Bewegungskomfort bei moderatem Wetterschutz. Das verlängerte Rückenteil verhindert Zugluft bei Vorwärtsbewegungen.
Wetterschutz-Materialien im Vergleich
| Materialkonzept | Wasserschutz | Atmungsaktivität | Robustheit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Membran-Laminat (z. B. SympaTex®) | Hoch (dauerhaft) | Hoch | Mittel–Hoch | Forstarbeit, Dauereinsatz bei Regen |
| Beschichtetes Gewebe mit DWR | Mittel–Hoch | Mittel | Hoch | Handwerk, Bau, allgemeine Aussenarbeit |
| Softshell | Niedrig–Mittel (wasserabweisend, nicht wasserdicht) | Sehr hoch | Hoch | Trockene Kälte, aktive körperliche Arbeit |
| Wattiert (isoliert) | Je nach Oberstoff | Niedrig–Mittel | Mittel | Winterarbeit, Pausen, wenig Bewegung |
| Strick/Fleece mit Verstärkungszonen | Gering | Hoch | Mittel (Verstärkungen: Hoch) | Midlayer, Forstarbeit ohne Starkregen |
Grössen
Das Sortiment an Wetterschutzjacken bei genxtreme.ch reicht von XS bis 5XL, wobei einzelne Modelle nicht in allen Grössen erhältlich sind. Wer zwischen zwei Grössen liegt oder besondere Passformwünsche hat, findet in den Produktdetails der jeweiligen Jacke Angaben zu Brustumfang und Körpergrösse. Forstjacken mit Schnittschutzfunktion müssen korrekt sitzen, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt – hier empfiehlt sich die Masstabelle des Herstellers als verbindliche Grundlage.
FAQ
Was unterscheidet eine Wetterschutzjacke von einer normalen Regenjacke?
Wetterschutzjacken für den Berufsalltag sind auf dauerhafte mechanische Belastung ausgelegt: verstärkte Nähte, abriebfeste Oberstoffe und Schnitte mit Bewegungsfreiheit für körperliche Arbeit. Regenjacken aus dem Freizeitbereich bieten zwar ähnlichen Wetterschutz, sind aber häufig nicht auf Schichtarbeit, Werkzeugnutzung oder lange Tragedauer unter Arbeitsbelastung ausgelegt. Arbeitsjacken erfüllen zudem oft Anforderungen an Strapazierfähigkeit und Pflege, die im gewerblichen Einsatz relevant sind.
Welche Wetterschutzjacke eignet sich für Forstarbeit?
Wetterschutzjacken für Forstarbeit sollten robust, bewegungsfreundlich und – je nach Tätigkeit – mit geprüftem Schnittschutz nach EN ISO 11393 ausgestattet sein. Reine Wetterschutzjacken ohne Schnittschutzklasse schützen nicht vor Kettensägen. Für Arbeiten ohne Säge genügen robuste Modelle wie die PFANNER® KlimaAir® Forstjacke, die PFANNER® Ventilation Jacke oder die Kübler Forst Ultrashell Jacke. Bei professioneller Sägearbeit muss die Jacke über eine Schnittschutzprüfung nach EN ISO 11393 verfügen.
Wie pflege ich eine Wetterschutzjacke, damit sie wasserdicht bleibt?
Wetterschutzjacken verlieren ihre Schutzwirkung bei falscher Pflege. Waschmaschinengeeignete Modelle sollten nach Herstellerangabe gewaschen werden – meist bei 30–40 °C mit Flüssigwaschmittel ohne Weichspüler. Anschliessend empfiehlt sich Tumblertrocknung bei niedriger Temperatur, da Wärme die DWR-Ausrüstung reaktiviert. Ist die Wasserabweisung trotz Reinigung nachlässig, kann eine Nachimprägnierung mit einem handelsüblichen Imprägnierspray (nach Herstellerfreigabe) die Wirkung wiederherstellen. Membranlaminate wie SympaTex® vertragen keine aggressiven Waschmittel.
Brauche ich für Aussenarbeit im Winter eine wattierte Jacke oder eine Membranjakce?
Das hängt von der Bewegungsintensität ab. Bei körperlich aktiver Arbeit im Freien erzeugt der Körper genug Eigenwärme – eine atmungsaktive Membranjakce mit einem geeigneten Midlayer (z. B. Fleece- oder Strickjacke) reguliert die Körpertemperatur effektiver als eine reine Wattierung. Wattierte Jacken wie die FORSBERG Skredder oder die FORSBERG Snygge eignen sich bei wenig Bewegung, als Pausenjacke oder bei sehr tiefen Temperaturen, wenn Wärmespeicherung Vorrang hat.
Was bedeutet Softshell und für welche Bedingungen ist es geeignet?
Softshell bezeichnet ein elastisches, mehrlagiges Gewebe, das ohne einlaminierte Membran auskommt. Es ist wind- und wasserabweisend, aber nicht wasserdicht im technischen Sinn. Softshell bietet sehr hohe Bewegungsfreiheit und gute Atmungsaktivität – geeignet für trockene Kälte, körperlich aktive Arbeit und Bedingungen, bei denen kein anhaltender Regen zu erwarten ist. Bei Starkregen oder Dauerfeuchte stösst Softshell an seine Grenzen; hier sind Membranmodelle die sicherere Wahl.
Welche Marken sind im Sortiment für Wetterschutzjacken vertreten?
Im Sortiment bei genxtreme.ch sind FORSBERG, PFANNER®, PROTOS®, Kübler und Blaklä der vertreten. FORSBERG ist die Eigenmarke der PPE Stores GmbH mit Fokus auf Arbeits- und Forstbekleidung. PFANNER® steht für technisch anspruchsvolle Forstjacken mit eigenen Belüftungssystemen wie KlimaAir®. PROTOS® liefert Schutzausrüstung für den professionellen Forstbereich. Kübler und Blaklä der ergänzen das Sortiment mit Handwerk- und Gewerbemodellen.
Gilt für Wetterschutzjacken eine bestimmte Norm?
Reine Wetterschutzjacken unterliegen keiner spezifischen PSA-Norm, sofern sie keine Schutzfunktion wie Schnittschutz oder Warnschutz erfüllen. Warnschutzjacken werden nach EN ISO 20471 geprüft und klassifiziert. Forstjacken mit Schnittschutz müssen EN ISO 11393 erfüllen. Jacken ohne diese Kennzeichnung sind Arbeitskleidung ohne normierte Schutzklasse – der Arbeitgeber ist verantwortlich, auf Basis der Gefährdungsbeurteilung zu entscheiden, ob eine normierte PSA notwendig ist.
Verfasst von Michael Korinek, Sales Management — Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2026

































