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Workwear
Arbeitskleidung

Arbeitskleidung – Übersicht & Kaufberatung

Warum Arbeitskleidung?

Arbeitskleidung umfasst alle Kleidungsstücke, die Schutz bieten, funktional sind oder der Kennzeichnung bei beruflichen Tätigkeiten dienen. Dazu zählen Hosen, Jacken, Schuhe, Handschuhe und Schutzanzüge, die für unterschiedliche Einsatzbedingungen entwickelt wurden.

Nutzen & typische Einsatzbereiche

  • Schutz vor Witterung, Schmutz, Hitze, Kälte, Chemikalien oder mechanischen Gefahren.
  • Besserer Komfort und Bewegungsfreiheit bei körperlicher Arbeit.
  • Erhöhte Sichtbarkeit im Straßen- und Baustellenverkehr durch Warnschutz.

Relevante Zielgruppen

  • Handwerker, Bauarbeiter, Elektriker, Monteure
  • Forst- und Gartenarbeiter
  • Industrie- und Laborpersonal
  • Logistik- und Transportmitarbeiter
  • Service- und Gartenbetriebe

Vorteile hochwertiger Berufskleidung

  • Schutz: Verringerung von Unfall- und Gesundheitsrisiken.
  • Komfort: Atmungsaktive Stoffe und ergonomische Schnitte.
  • Langlebigkeit: Verstärkte Nähte, robustes Material und verfügbare Ersatzteile.
  • Funktionalität: Werkzeugtaschen, Kniepolstertaschen, Reflektoren.

Professionelle Ausstattungen verbinden Robustheit mit modernem Tragekomfort: langlebige Reißverschlüsse, verstärkte Knie- und Sitzpartien sowie sichere Befestigungen für Werkzeuge sind heute Standard.

Welche Materialien/Technologien sind für Arbeitskleidung relevant?

Arbeitskleidung nutzt technische Materialien und durchdachte Konstruktionen, um Schutz, Bewegungsfreiheit und Wetterbeständigkeit zu gewährleisten.

Wichtige Materialien

  • Polyester: wetterabweisend, formstabil und schnell trocknend.
  • Baumwolle: atmungsaktiv und angenehm bei körperlicher Belastung.
  • Mischgewebe (Baumwolle/Polyester + Stretch): kombiniert Komfort und Robustheit.
  • Cordura®/Nylon‑Verstärkungen: besonders abriebfest; häufig an Knie- oder Gesäßbereich.
  • Merinowolle: temperaturausgleichend und geruchsresistent – ideal für Basisschichten.
  • Schnittschutzzonen (z. B. mit Aramidfasern/Kevlar): in Forst- und Kettensägenschutzkleidung eingesetzt.

Membranen & Beschichtungen

  • Wasserdichte, aber dampfdurchlässige Membranen (z. B. Gore‑Tex, Sympatex, eVent): halten Regen fern und lassen Feuchtigkeit entweichen.
  • DWR (Durable Water Repellent): äußere Imprägnierung, die Wasser abperlen lässt.
  • PU‑Beschichtung: häufig bei robusten, preisgünstigeren Wetterschutzjacken verwendet.

Konstruktionsprinzipien

  • 2‑Lagen‑Konstruktion: Außenmaterial + Membran; oft mit einer einfachen Innenlage.
  • 3‑Lagen‑Konstruktion: Außenmaterial + Membran + fest integrierte Innenlage; leichterer, langlebiger Schutz für intensive Nutzung.

Weitere Konzepte

  • Ripstop: Gewebe mit verstärkter Struktur gegen Ausreißen.
  • Stretchzonen: für bessere Bewegungsfreiheit, besonders an Knie und Schritt.
  • EN‑Normen: EN ISO 20471 (Warnschutz), EN 343 (Wetterschutz), EN ISO 20345 (Sicherheitsschuhe), EN 381 (Kettensägenschutz) — beim Kauf auf entsprechende Klassifizierungen achten.

Wie pflege und warte ich Arbeitskleidung richtig?

  1. Vorbereitung
  • Reißverschlüsse, Klettverschlüsse und Druckknöpfe schließen.
  • Groben Schmutz und lose Partikel abbürsten oder ausklopfen.
  • Stark verschmutzte Stellen vor dem Waschen vorsichtig einweichen.
  1. Waschen
  • Verwende ein spezielles Waschmittel für Funktionskleidung oder ein mildes Feinwaschmittel.
  • Kein Weichspüler: Weichmacher zerstören die Atmungsaktivität und DWR‑Schichten.
  • Temperaturen: Meist 30–40 °C; Pflegeetikett beachten.
  • Waschprogramm: Schonend oder Feinwäsche, niedrige Schleuderdrehzahl.
  1. Imprägnieren
  • Nach intensiver Nutzung oder etwa nach 10–20 Wäschen DWR erneuern (Spray‑ oder Waschimprägnierung).
  • Wasch‑In‑Imprägnierungen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung.
  • Aktivierung: Manche Imprägnierungen brauchen Wärme (kurzer Trocknerlauf oder leichtes Bügeln über ein Tuch) — Herstellerhinweise beachten.
  1. Trocknen & Aufbewahrung
  • Luftig trocknen, fern von direkten Hitzequellen.
  • Trockner nur verwenden, wenn das Pflegeetikett dies erlaubt; ein Kurzprogramm genügt oft zur Reaktivierung der Imprägnierung.
  • Dunkel, trocken und luftig aufbewahren; nicht komprimiert lagern, um Falten und Materialermüdung zu vermeiden.
  1. Reparaturmöglichkeiten
  • Kleine Löcher: Textilkleber oder Reparaturfolien für Funktionsstoffe.
  • Nahtauftrennungen: Nachnähen oder fachmännische Reparatur durch eine Änderungsschneiderei.
  • Beschädigte Reißverschlüsse: Austausch durch Schneiderei oder Reparaturservice.
  • Schuhe: Austausch von Einlegesohlen, Zwischensohlen oder Neuaufbereitung beim Schuster.

Praktische Tipps von Fachberatern

  • Teste neue Imprägne an einer unauffälligen Stelle.
  • Ersetze Kniepolster rechtzeitig; sie verlieren mit der Zeit ihre Dämpfung.
  • Beschrifte Kleidung im Team mit Namensschildern, um Verwechslungen zu vermeiden.

Anwendungsbeispiele

Beispiel: Der Elektromonteur im Herbst Tom arbeitet als Elektromonteur und muss im Herbst bei Nässe Außenverteiler anschließen. Er trägt eine wasserdichte Wetterschutzjacke mit 3‑Lagen‑Membran, eine leichte Fleecejacke als Isolationsschicht und eine Arbeitshose mit Cordura‑Verstärkung und eingesetzten Kniepolstern. Sicherheitsschuhe mit durchtrittsicherer Sohle und Schutzkappe schützen vor herabfallenden Werkzeugen.

Warum das nützt:

  • Die wasserdichte Jacke hält trocken und beugt Unterkühlung vor.
  • Cordura‑Verstärkungen verlängern die Lebensdauer der Hose bei knienden Tätigkeiten.
  • Eingebaute Taschen und Karabinerhalter erleichtern den schnellen Zugriff auf Messwerkzeug.
  • Die Kombination aus Bewegungsfreiheit und Schutz reduziert Ermüdung und Unfallrisiko.

Ein zweites Beispiel: Forstarbeit Bei Motorsägenarbeiten verhindert eine speziell geprüfte Schnittschutzhose schwere Verletzungen. Ergänzt mit Schnittschutzhandschuhen, Schutzhelm mit Visier und griffigen Forststiefeln bildet die Ausrüstung ein lebensrettendes System.

Häufige Fragen (FAQ)

Q: Wie oft muss ich Arbeitskleidung imprägnieren? A: Bei regelmäßiger Nutzung empfiehlt sich eine Auffrischung der DWR‑Imprägnierung alle 10–20 Wäschen oder sobald Wasser nicht mehr abperlt. Bei starker Verschmutzung früher prüfen.

Q: Welche Normen sind bei Warnschutzkleidung wichtig? A: Achte auf EN ISO 20471. Die Klassifizierung (Klasse 1–3) gibt Auskunft über Sichtbarkeitsfläche und Einsatzgebiet.

Q: Kann ich Arbeitshosen mit Kniepolster in der Maschine waschen? A: Ja, meist bei 30–40 °C im Schonprogramm. Kniepolster vor dem Waschen herausnehmen, wenn möglich. Pflegeetikett beachten.

Q: Wie lange hält hochwertige Arbeitskleidung? A: Das variiert stark: 1–5+ Jahre sind möglich, abhängig von Nutzung, Pflege und Belastung. Verstärkte Bereiche und regelmäßige Pflege verlängern die Lebensdauer.

Q: Worauf sollte ich beim Kauf von Arbeitsschuhen achten? A: Schutzklassen (z. B. S3), richtige Größe, gute Dämpfung, rutschfeste Sohle und ggf. wasserdichte Membran. Eine professionelle Anpassung erhöht den Tragekomfort.

Q: Wann brauche ich Schnittschutzausrüstung? A: Bei Arbeiten mit Kettensägen oder Motorsägen ist Schnittschutz gemäß branchenspezifischen Vorgaben und Normen Pflicht. Wähle Kleidung mit EN‑Kennzeichnung für Kettensägenschutz.

Q: Kann ich Funktionskleidung in den Trockner geben? A: Manche Imprägnierungen profitieren von kurzer Wärmeaktivierung im Trockner; das hängt vom Material und Hersteller ab. Pflegeetikett immer beachten.

Abschließender Hinweis & interne Verlinkungen

Weitere praktische Hinweise zur Pflege findest Du in unserem Ratgeber zur Textilpflege: Ratgeber Pflege & Reinigung. Lies auch unseren Beitrag mit Tipps zur Auswahl von Sicherheitsschuhen: Ratgeber Arbeitsschuhe.

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