Schutzbrillen kaufen – Augenschutz nach Mass für die Arbeit
Schutzbrillen schützen die Augen vor mechanischen Einwirkungen, Staub, UV-Strahlung und Chemikalienspritzern — und das nach klar definierten europäischen Normen. Das Sortiment auf genxtreme.ch umfasst Modelle von PFANNER®, PROTOS® und Uvex: von der robusten Forstschutzbrille bis zur vollintegrierten Korrektionsschutzbrille für Fehlsichtige.
Was Schutzbrillen von gewöhnlichen Brillen unterscheidet — und warum das zählt
Normale Sonnen- oder Lesebrillen sind nicht für den Einsatz am Arbeitsplatz ausgelegt. Schutzbrillen hingegen erfüllen die Anforderungen der europäischen Norm EN 166 (Persönlicher Augenschutz — Anforderungen), die mechanische Festigkeit, optische Qualität, chemische Beständigkeit und Kennzeichnungspflichten regelt. Ergänzende Normen wie EN 170 (UV-Filter) und EN 172 (Sonnenschutzfilter für den gewerblichen Bereich) greifen dort, wo spezifische Strahlungsrisiken dazukommen.
Ob der Arbeitgeber Augenschutz bereitzustellen hat, hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab. In der Schweiz ist das Rahmenwerk dafür die Verordnung über die Verhütung von Unfällen (VUV), umgesetzt durch die Suva und EKAS.
Welche Schutzbrille für welchen Einsatz
Der Konstruktionstyp entscheidet über den Schutzgrad:
- Vollsichtschutzbrillen umschliessen das Auge komplett und bieten den besten Schutz gegen Spritzer von Chemikalien und Flüssigkeiten.
- Schutzbrillen mit Seitenschutz sind die klassische Wahl gegen Staubpartikel und umherfliegende Kleinteile beim Sägen, Fräsen oder Bohren.
- Schutzbrillen mit belüfteter Dichtung balancieren Luftzirkulation und Spritzschutz — geeignet bei körperlicher Arbeit mit hoher Atemfeuchte.
Materialien und Beschichtungen: Was hinter der Linse steckt
Das weitaus häufigste Linsenmaterial bei Schutzbrille ist Polycarbonat — leicht, bruchfest und von Haus aus aufprallresistent. Die Rahmen bestehen in der Regel aus PC-Kunststoffen oder Acetat mit gehärteten Oberflächen.
Entscheidend für die Lebensdauer und Alltagstauglichkeit sind die Beschichtungen:
- Antikratzschicht verlängert die Lebensdauer bei rauem Einsatz erheblich.
- Antibeschlag-Beschichtung (Anti-Fog) ist unverzichtbar bei Temperaturwechseln oder schweisstreicher Arbeit. Manche Systeme halten dauerhaft, andere müssen gelegentlich erneuert werden.
- Hydrophobe und oleophobe Beschichtungen stossen Wasser und Öl ab und erleichtern die Reinigung im Betrieb.
- UV-Filter nach EN 170 schützen bei Aussenarbeiten, Schweissarbeiten und stark reflektierenden Untergründen.
- Getönte, polarisierende oder kontrastverstärkende Gläser — etwa gelbe oder bernsteinfarbene Linsen — verbessern die Sicht bei Gegenlicht oder Dämmerungsbedingungen.
Schutzbrillen für Brillenträger: drei Lösungswege
Fehlsichtige haben grundsätzlich drei Möglichkeiten:
- Optischer Einsatz hinter oder in der Schutzbrille (z. B. der PROTOS® optische Brilleneinsatz)
- Clip-in-System — ein optisches Element wird in den Rahmen eingeklinkt
- Vollintegrierte Korrektionsschutzbrille — Sehkorrektur und Schutzfunktion in einem Rahmen vereint (z. B. die Uvex RX-Serie)
Die dritte Variante bietet die grösste Alltagssicherheit, weil keine zusätzliche Brille darunter getragen werden muss und der Sitz über lange Schichten stabil bleibt.
Produkte im Sortiment
PFANNER® Schutzbrille Nexus
Die PFANNER® Schutzbrille Nexus richtet sich an Forst-, Garten- und Aussenarbeiten. Sie ist in mehreren Varianten erhältlich — die genaue Ausführung lässt sich auf der Produktseite wählen.
PROTOS® Integral Schutzbrille
Die PROTOS® Integral Schutzbrille ist auf die PROTOS®-Helmsysteme abgestimmt, lässt sich aber auch eigenständig tragen. Das Modell ist darauf ausgelegt, nahtlos mit anderen PROTOS®-Komponenten zu kombinieren.
PROTOS® optischer Brilleneinsatz
Der PROTOS® optische Brilleneinsatz ermöglicht die Nutzung von PROTOS®-Schutzbrillen durch Brillenträger — ohne Umbau des Rahmens.
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5514
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5505 transparent
Uvex Korrektionsschutzbrille RX sp 5510
Uvex Korrektionsschutzbrille RX 5503
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5521 planet
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5528
Uvex Korrektionsschutzbrille RX bc 5109
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5522
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5521
Uvex Korrektionsschutzbrille RX cd 5524 planet
Uvex Korrektionsschutzbrille Rx cd 5526
Uvex Korrektionsschutzbrille RX bc 5110
Uvex Korrektionsschutzbrille Rx cd 5514
Die Uvex RX-Serie vereint optische Sehkorrektur und Schutzfunktion in einem Rahmen. Die Modelle unterscheiden sich in Rahmengeometrie, Scheibengrösse und Linsensystem — Details zu den einzelnen Varianten finden sich auf den jeweiligen Produktseiten unter Schutzbrillen mit Sehstärke auf genxtreme.ch.
Welche Kennzeichnung steht auf der Schutzbrille — und was bedeutet sie?
Die EN 166 schreibt eine Pflichtkennung auf Rahmen und Gläsern vor. Die Zeichenkette enthält unter anderem:
- Den Hersteller-Code
- Die Schutzklasse gegen mechanische Gefährdung (z. B.
F= Aufprallschutz bei geringer Energie,B= mittlere Energie) - Den Filtertyp (UV, IR, Schweissschutz)
- Das CE-Kennzeichen
Wer die Aufschrift auf einer Schutzbrille liest, kann daraus ableiten, für welche Gefährdungsklasse sie zugelassen ist. Diese Information steht auch in den Produktdaten jedes Modells.
FAQ
Was versteht man unter einer Schutzbrille nach EN 166?
Schutzbrillen nach EN 166 sind persönliche Schutzausrüstungen (PSA) für die Augen, die definierte Mindestanforderungen an mechanische Festigkeit, optische Qualität und Beständigkeit erfüllen. Die Norm legt fest, wie Rahmen und Gläser geprüft werden und wie das Produkt gekennzeichnet sein muss. Nur Produkte mit entsprechender CE-Kennzeichnung und Normbestätigung gelten als zugelassener Augenschutz für berufliche Tätigkeiten. Ergänzende Normen wie EN 170 oder EN 172 regeln UV- und Sonnenschutzfilter.
Können Brillenträger Schutzbrillen tragen?
Schutzbrillen für Brillenträger gibt es in drei Ausführungen: als Korrektionsschutzbrille mit eingearbeiteter Sehstärke (z. B. Uvex RX-Serie), als Modell mit optischem Einsatz (z. B. PROTOS® optischer Brilleneinsatz) oder mit einem Clip-in-System. Vollintegrierte Korrektionsschutzbrillen bieten den stabilsten Sitz über lange Schichten und vermeiden das Tragen einer zweiten Brille darunter. Welche Lösung passt, hängt von der Sehstärke, dem Einsatzbereich und dem Rahmenmodell ab.
Was bedeutet die Aufschrift „Anti-Fog" auf einer Schutzbrille?
„Anti-Fog" bezeichnet eine Antibeschlag-Beschichtung auf der Linseninnenseite, die das Beschlagen bei Temperaturunterschieden oder hoher Luftfeuchtigkeit verhindert. Schutzbrillen beschlagen besonders bei schwerer körperlicher Arbeit oder beim Wechsel zwischen Innen- und Aussenbereich. Permanente Anti-Fog-Systeme halten dauerhafter als nachträglich aufgetragene Sprays. Beim Kauf lohnt es sich, auf die Ausführung der Beschichtung in den Produktdetails zu achten, weil die Haltbarkeit je nach System stark variiert.
Welche Schutzbrille eignet sich für Forstarbeiten?
Schutzbrillen für Forstarbeiten müssen Schutz gegen umherfliegende Partikel wie Holzsplitter und Rindenstücke bieten. Die PFANNER® Schutzbrille Nexus und die PROTOS® Integral Schutzbrille sind auf diesen Einsatzbereich ausgelegt, wobei die PROTOS® Brille speziell in Kombination mit dem PROTOS® Helmsystem konzipiert wurde. Massgebend ist nach EN 166 die mechanische Schutzklasse der Gläser. Bei motorisierten Sägearbeiten kann je nach Gefährdungsbeurteilung zusätzlicher Schutz durch Visiere oder Netze erforderlich sein.
Wie reinigt man Schutzbrillen richtig?
Schutzbrillen sollten mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel oder einem speziellen Brillenreiniger gesäubert werden. Trockene Tücher und raue Oberflächen beschädigen Antikratz- und Anti-Fog-Beschichtungen. Druckluft eignet sich zum groben Abstauben, ersetzt aber die feuchte Reinigung nicht. Stark verkratzte Gläser, die die Sicht beeinträchtigen, sind auszutauschen — EN 166 definiert Grenzwerte für optische Qualität, die auch im Gebrauch einzuhalten sind.
Was ist der Unterschied zwischen einer Vollsichtschutzbrille und einer Schutzbrille mit Seitenschutz?
Vollsichtschutzbrillen umschliessen das Auge vollständig mit einem dicht anliegenden Rahmen und schützen auch gegen seitlich eindringende Spritzer oder Stäube — typisch für Chemikalienlabore oder Beizarbeiten. Schutzbrillen mit Seitenschutz haben eine offenere Rahmengeometrie und bieten Schutz gegen frontalen Aufprall und seitlich umherfliegende Partikel, lassen aber mehr Luftzirkulation zu. Die Wahl hängt von der Art der Gefährdung ab — beides sind nach EN 166 zugelassene Konstruktionstypen mit unterschiedlichem Schutzniveau.
Ab wann muss der Arbeitgeber in der Schweiz Schutzbrillen zur Verfügung stellen?
In der Schweiz regelt die Verordnung über die Verhütung von Unfällen (VUV) die Pflicht des Arbeitgebers zur Bereitstellung von PSA, vollzogen durch Suva und EKAS. Sobald eine Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass Augengefährdung durch Partikel, Spritzer oder Strahlung besteht und technische oder organisatorische Massnahmen allein nicht ausreichen, ist Augenschutz als PSA bereitzustellen. Welche Schutzklasse nach EN 166 erforderlich ist, ergibt sich aus der konkreten Tätigkeit und dem dokumentierten Risiko.
Verfasst von Jeremy Nánási, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (Auszubildender) — Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026



































