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Atmungsaktive Jacken – Übersicht & Kaufberatung
Warum Atmungsaktive Jacken?
Atmungsaktive Jacken leiten Körperfeuchtigkeit nach außen, ohne den Körper zu überhitzen. Ihr Hauptzweck ist, Schweiß verdunsten zu lassen, sodass die Haut trocken bleibt und die Körpertemperatur ausgeglichen ist. Das macht sie ideal für körperlich anstrengende Tätigkeiten, wechselhaftes Wetter und Outdoor-Aktivitäten.
Typische Einsatzbereiche:
- Handwerk und Bauarbeiten im Freien
- Forst- und Landschaftspflege
- Wanderungen, Radfahren und Bergsport
- Einsatz- und Sicherheitsdienste
Relevante Zielgruppen:
- Berufstätige im Außenbereich (z. B. Handwerker, Monteure)
- Outdoor-Enthusiasten und Vielnutzer
- Personen, die unter wechselhaftem Wetter körperlich aktiv sind
Vorteile atmungsaktiver Jacken:
- Schutz: Abschirmung vor Wind und Nässe; manche Modelle sind vollständig wasserdicht
- Komfort: Regulierung von Feuchtigkeit und Körpertemperatur
- Langlebigkeit: Robuste Materialien und verstärkte Nähte
- Funktionalität: Praktische Taschen, Kapuzen und Sichtbarkeitselemente
Bei Arbeitsjacken bekannter Hersteller findet sich häufig ein Kompromiss aus Wetterschutz und Atmungsaktivität: wasserabweisende Softshells, winddichte Oberflächen und ergänzende Fütterungen bieten Komfort, ohne zu überhitzen.
Welche Materialien/Technologien sind für Atmungsaktive Jacken relevant?
Atmungsaktive Jacken kombinieren Gewebe, Membranen und Beschichtungen. Wichtige Technologien und Begriffe:
- Membranen: ePTFE- oder PU-basierte Membranen halten Regen draußen und lassen Wasserdampf entweichen. Beispiele finden sich oft als laminierte Membranen in Hardshells.
- Beschichtungen: PU-Beschichtungen bilden eine wasserdichte Barriere; DWR (Durable Water Repellent) ist eine wasserabweisende Imprägnierung der äußeren Schicht.
- Softshell vs. Hardshell: Softshells sind elastischer, sehr atmungsaktiv und bieten leichten Wetterschutz; Hardshells sind robuster, meist wasserdichter und weniger dehnbar.
- 2-Lagen vs. 3-Lagen-Konstruktion: 2-Lagen-Konstruktionen verbinden Außenstoff mit einer Membran und haben oft eine separate Innenlage; 3-Lagen-Jacken besitzen Außenstoff, Membran und eine feste Innenlage (z. B. Träger- oder Futterstoff), was Gewicht spart und die Haltbarkeit erhöht.
- Isolationsmaterialien: PrimaLoft® und andere synthetische Isolierungen liefern viel Wärme bei geringem Volumen und behalten ihre Isolationswirkung auch bei leichter Feuchteaufnahme.
Wichtige Konzepte:
- Wassersäule und Atmungsaktivität: Höhere Wassersäulenwerte bieten besseren Nässeschutz; für Arbeitsjacken zählen sowohl Wasserdichtigkeit als auch Atmungsaktivität.
- Belüftung: Unterarm-Reißverschlüsse, Mesh-Innenfutter oder gezielte Ventilationsöffnungen verbessern den Luftaustausch.
Wie pflege und warte ich Atmungsaktive Jacken richtig?
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Pflege atmungsaktiver Jacken:
- Vorbereitung
- Alle Reißverschlüsse schließen, Klettverschlüsse befestigen und Taschen leeren.
- Groben Schmutz mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch entfernen.
- Waschen
- Verwende spezielle Waschmittel für funktionelle Bekleidung (membranfreundlich); keinen Weichspüler verwenden.
- Schonwaschgang bei 30–40 °C, geringer Schleudergang. Pflegeetikett des Herstellers beachten.
- Bei starker Verschmutzung vorab mit einem geeigneten Reiniger behandeln.
- Imprägnieren (z. B. DWR)
- Wenn Wasser nicht mehr abperlt, DWR-Imprägnierung erneuern. Es gibt Wasch-in- und Spray-Imprägnierungen.
- Nach dem Auftragen die Imprägnierung laut Hersteller aktivieren: kurz in den Trockner geben oder leicht bügeln (Tuch dazwischen), sofern das Pflegeetikett dies erlaubt.
- Trocknen & Aufbewahrung
- Lufttrocknen an einem gut belüfteten Ort; direkte Hitze und Heizkörper meiden.
- Jacke sauber und trocken aufbewahren, am besten aufgehängt, damit die Form erhalten bleibt.
- Reparaturmöglichkeiten
- Kleine Löcher und Abschürfungen lassen sich mit Textilkleber oder Reparatur-Patches verschließen.
- Undichte Nähte können mit Nahtabdichtungsband verschlossen werden.
- Defekte Reißverschlüsse oder stark beanspruchte Teile sollten von Fachbetrieben oder dem Hersteller repariert werden.
Praktische Tipps aus der Praxis:
- Regelmäßige Reinigung erhält die Atmungsaktivität: Schmutz und Hautfett verstopfen Poren und beeinträchtigen die Funktion.
- Keine Haushaltsreiniger oder Bleichmittel verwenden – sie greifen Membranen und Beschichtungen an.
Anwendungsbeispiele
Beispiel Berufsalltag: Bauleiterin auf einer windigen Baustelle
- Situation: Mehrere Stunden draußen, körperliche Belastung und häufige Temperaturwechsel.
- Lösung: Eine atmungsaktive, wind- und wasserabweisende Softshell mit Mesh-Innenfutter und Unterarmventilation bietet Bewegungsfreiheit und lässt überschüssige Wärme entweichen. Reflektierende Elemente verbessern die Sichtbarkeit bei Dämmerung.
- Nutzen: Die Jacke hält Nieselregen ab, verhindert Überhitzung bei körperlicher Arbeit und erhöht den Tragekomfort über Schichten hinweg.
Beispiel Freizeit: Herbstwanderung im Bergwald
- Situation: Steile Anstiege führen zu starkem Schwitzen, auf dem Gipfel weht kühler Wind.
- Lösung: Eine 3-Lagen-Jacke mit guter Membran kombiniert hohen Nässeschutz mit zuverlässiger Atmungsaktivität. Eine leichte PrimaLoft-Wattierung als Zwischenschicht sorgt bei Bedarf für zusätzliche Wärme.
- Nutzen: Beim Aufstieg bleibt man trocken; auf dem Gipfel bietet die Isolierung Komfort ohne unnötiges Volumen.
Typische Produktmerkmale: wasserabweisende Pilotjacken (winddicht, atmungsaktiv), robuste Softshell-Kapuzenjacken mit elastischem Twill und Meshfutter sowie leichte PrimaLoft-gefütterte Modelle für Bewegungsfreiheit und bessere Sichtbarkeit.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist atmungsaktiv gleich wasserdicht? Atmungsaktiv bedeutet, dass Feuchtigkeit nach außen entweichen kann; wasserdicht heißt, dass kein Wasser eindringt. Manche Jacken kombinieren beides, andere sind nur wasserabweisend.
Wie erkenne ich, ob die DWR-Imprägnierung erneuert werden muss? Wenn Wasser nicht mehr als Perlen auf der Oberfläche abperlt, sondern ins Gewebe einsinkt, ist eine Auffrischung der DWR empfehlenswert.
Kann ich meine Funktionsjacke in den Trockner geben? Viele Hersteller erlauben kurze Trocknertakte zur Aktivierung der Imprägnierung; immer das Pflegeetikett beachten. Hohe Temperaturen und langes Trocknen schaden Membranen.
Welche Jacke ist besser: Softshell oder Hardshell? Softshells eignen sich bei viel Bewegung und leichtem bis mittlerem Wetter; Hardshells bieten stärkeren Regenschutz bei schlechtem Wetter. Die Wahl richtet sich nach Einsatzprofil und persönlichem Komfort.
Wie pflege ich reflektierende Elemente? Mit sanfter Handwäsche oder Schonprogramm und mildem Waschmittel behandeln; keine Bleichmittel oder aggressive Reiniger verwenden, um die Reflektoren nicht zu beschädigen.
Wie lange hält eine atmungsaktive Jacke typischerweise? Die Lebensdauer hängt von Nutzung und Pflege ab. Bei regelmäßiger Pflege und rechtzeitigen Reparaturen können hochwertige Jacken mehrere Jahre halten.
Abschließender Hinweis & interne Verlinkungen
Für weitergehende Informationen empfehlen wir unsere Pflegeanleitungen und Produktvergleiche:
- Ratgeber: Pflege funktioneller Arbeitskleidung – https://www.genxtreme.ch/blog/pflege-funktionelle-arbeitskleidung
- Ratgeber: Jacken-Vergleich für Outdoor und Beruf – https://www.genxtreme.ch/blog/jacken-vergleich-outdoor-beruf
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